Schaller Engineering SCHALLER ENGINEERING UG (haftungsbeschränkt)

Normen und Standards

Nachweisen ist Teil der Entwicklung

In Automotive und Transportation genügt es nicht, dass ein System funktioniert. Es muss belegbar sein, dass es sicher entwickelt wurde. Drei Rahmenwerke bestimmen, wie dieser Beleg aussieht.

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ISO 26262 – Funktionale Sicherheit

Die Norm beschreibt den Sicherheitslebenszyklus für elektrische und elektronische Systeme in Straßenfahrzeugen. Am Anfang steht die Gefährdungsanalyse: Was kann passieren, wie schwer wäre der Schaden, wie häufig tritt die Situation auf, wie gut ist sie beherrschbar. Daraus ergibt sich die Einstufung nach ASIL A bis D.

Diese Einstufung bestimmt anschließend fast alles: welche Sicherheitsanforderungen abzuleiten sind, welche Methoden bei Architektur und Umsetzung gefordert werden und welche Verifikationstiefe nachzuweisen ist. Wir sorgen dafür, dass diese Kette vollständig bleibt – von der Gefährdung bis zum einzelnen Testergebnis.

Worauf es ankommt

  • Gefährdungsanalyse und Risikobewertung
  • Ableitung der Sicherheitsanforderungen
  • ASIL-gerechte Methodenwahl
  • Lückenlose Traceability
  • Sicherheitsnachweis als Gesamtbild
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Automotive SPICE – Prozessreife

Automotive SPICE bewertet nicht das Produkt, sondern den Weg dorthin. Für jeden Prozess – von der Anforderungsanalyse auf Systemebene bis zum Softwaretest – wird geprüft, ob die geforderten Arbeitsergebnisse vorliegen, ob sie konsistent zueinander sind und ob sie sich gegenseitig belegen.

In der Praxis scheitert ein Assessment selten daran, dass etwas nicht getan wurde. Es scheitert daran, dass es nicht auffindbar oder nicht verknüpft ist. Wir bereiten Projekte so vor, dass die Traceability in beide Richtungen tatsächlich trägt – und nicht erst zwei Wochen vor dem Termin nachgebaut wird.

Worauf es ankommt

  • SYS.1 bis SYS.5 – Systemebene
  • SWE.1 bis SWE.6 – Softwareebene
  • Capability Level 0 bis 5
  • Bidirektionale Traceability
  • Konsistenz der Arbeitsergebnisse
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CENELEC – Bahnanwendungen

Im Schienenverkehr gilt eine eigene Normenfamilie mit eigenem Vokabular und eigenen Rollen. EN 50126 spannt den RAMS-Lebenszyklus über Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Instandhaltbarkeit und Sicherheit. EN 50128 regelt die Software für Steuerungs- und Sicherungssysteme, EN 50129 den Sicherheitsnachweis für Signaltechnik.

Bemerkenswert ist die strenge Rollentrennung: Wer entwickelt, verifiziert nicht; wer verifiziert, validiert nicht. Wer aus dem Automotive-Umfeld kommt, unterschätzt regelmäßig, wie tief diese Trennung in die Projektorganisation eingreift. Wir kennen beide Welten und den Übersetzungsaufwand dazwischen.

Worauf es ankommt

  • EN 50126 – RAMS-Lebenszyklus
  • EN 50128 – Software für Bahnsysteme
  • EN 50129 – Sicherheitsnachweis
  • SIL 0 bis SIL 4
  • Trennung von Entwicklung, Verifikation, Validierung

Kontakt

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Ein kurzes Gespräch reicht meist, um zu klären, ob wir der richtige Partner sind – und an welcher Stelle im V wir einsteigen sollten.

Ansprechpartner
Dipl.-Ing. Hans Schaller